Vom Jesuitenkolleg bis zur modernen Hochschule
Geschichte der Lemberger Universität
Die Tour macht Sie mit der Entwicklungsgeschichte der Lemberger Universität vom Jesuiten Kollegium bis zur modernen Hochschule mit den 18 Fakultäten bekannt.
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Die Lemberger Universität trägt den Namen Ivan Franko und befindet sich gegenüber dem Ivan-Franko-Denkmal im gleichnamigen Stadtpark.
Bis zum 18. Jahrhundert gehörte das Gelände dem Lemberger Jesuitenkolleg.
In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts entstand das damalige Gebäude des Galizischen Landtags. Der Bau enstand im Stil der Wiener Neo-Renaissance. Beeindruckend ist die Balkon-Säulenloggia, die Skulpturen am Haupteingang, sowie die Figurengruppe auf der Attika.
Seit 1919 wird das Gebäude als Universitätsgebäude genutzt. Bis 1939 trug es den Namen des polnischen Königs Jan Kasimir.
Heute ist die Ivan-Franko Hochschule eine moderne Hochschule mit 18 Fakultäten.
Zur Geschichte der Universität
Die Universität Lemberg/L'viv, heute die Partneruniversität der Universität Oldenburg, gehört zu den ältesten Universitäten in Osteuropa. Sie wurde im Jahr 1661 auf der Grundlage eines Jesuitenkollegiums gegründet und vom polnischen König Jan II Kazimierz zu einer Universität mit dem Status einer Akademie ernannt. Diese Universität stand unter der Kontrolle des Jesuiten-Ordens. Nach Auflösung dieses Ordens im Jahre 1773 wurde auch die Universität vorübergehend geschlossen.
Ab 1772 gehörte Galizien zur Österreichischen Monarchie. Daher bildeten einige Abteilungen der Jesuiten-Akademie die Grundlage für die neue Universität in L'viv, die bereits im Jahre 1784 von der Regierung Kaiser Josefs II. reformiert und zur einer Deutschen Universität mit vier Fakultäten - Philosophie, Rechtswissenschaften, Medizin und Theologie - ernannt wurde. Das Studium an der Philosophischen Fakultät war für alle Studierenden in den ersten drei Jahren obligatorisch, danach konnte man sich weiter spezialisieren. Im Jahre 1787 wurde das Studium Ruthenum ins Leben gerufen, das sich mit dem Ukrainischen befaßte.
Ende des 19. / Anfang des 20 Jhs. wurde die Universität verstärkt ausgebaut. Neben den naturwissenschaftlichen Disziplinen nahm die klassische Philologie eine sehr starke Position ein (übrigens, in den letzten Jahren kehrt man zur alten Tradition zurück und führt das Latein als ein obligatorisches allgemeinbildendes Fach in allen Fakultäten ein).
Nach dem Zerfall der Österreichischen Monarchie wurde Galizien wieder an Polen angegliedert. Dies führte dazu, dass die Universität im Jahre 1918 nach dem polnischen König Jan Kazimierz umbenannt wurde und zahlreiche Reformen durchgeführt wurden. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf den naturwissenschaftlichen Disziplinen. Auch die Geisteswissenschaften wurden verstärkt betrieben, mit der Polonistik als einem der dominierenden Fächer. Darüber hinaus bestanden an der Universität von 1925 bis 1935 unter anderem auch Lehrstühle für Arabische, Hebräische, Türkische, Mongolische, Indische und Iranische Philologie sowie für die Geschichte des Orients. Nach der Angliederung L'vivs an die Sowjetunion im Jahre 1939 wurde die Universität erneut umstrukturiert. Im Zuge dieser Maßnahmen wurde die Medizinische Fakultät zu einer Hochschule und die Theologische Fakultät wurde aufgelöst. In diese Zeit fiel auch die Namensgebung der Universität nach dem berühmten ukrainischen Schriftsteller und Denker Ivan Franko.
Heutige Struktur der Universität
Nach dem Ausruf der Unabhängigkeit der Ukraine im Jahre 1991 wurde die Universität weiter ausgebaut. So gibt es heute 15 Fakultäten und 3 Colleges mit Neugründung der Fakultät für Internationale Beziehungen (1992) und der Philosophischen Fakultät (1992). Für ausländische Studierende besteht seit 1997 die Möglichkeit, für das Studium in der Ukraine an einer speziellen Fakultät als Vorbereitung die nötigen Sprach- und Kulturkenntnisse zu erwerben.
Geschichte der Lemberger Universität
(Führung 2 St.)
Teilnehmeranzahl z.B.  2 Pers.   4 Pers.   6 Pers.   15 Pers.   25 Pers. 
Preis pro Person in € 49,− 39,− 34,− 29,− 26,−
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