Die Kathedralen Lembergs
Lebendige Religionslehre am Beispiel der 4 Lemberger Hauptkathedralen
Griechisch - katholische Kirche, russisch - orthodoxe Kirche, römisch - katholische Kirche, armenische Kirche, autokephale Kirche …. Eine Vielfalt von Religionen tummelt sich in den Lemberger Kathedralen und Kirchen. Dieser Rundgang versucht Licht in die religiöse Vielfalt zu bringen.
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Wir besichtigen die 4 bekanntesten Kirchen der Stadt - als Vertreter der 4 christlichen Hauptkonfessionen: Kathedrale des heiligen Georgs (unierte Kirche), Lateinische Kathedrale (römisch-katholische Kirche), Armenische Kathedrale (armenische Kirche) und Maria Entschlafungs- Kathedrale (ukrainische autokephale orthodoxe Kirche). Die Kathedrale des heiligen Georgs (1744 - 1769) ist der wohl schönste Lemberger Barockbau. Sie wurde an der Stelle eines Tempels aus dem 14. Jahrhunderts errichtet. Sie ist der Hauptsitz der so genannten unierten Kirche in Lemberg. Die unierte Kirche (auch als griechisch - katholische Kirche bezeichnet) wurde im 16. Jahrhundert gegründet, um die Spaltung zwischen orthodoxer und katholischer Kirche zu überwinden. Sie erwarb sich große Popularität in der Westukraine und in Teilen Polens. Später versuchte sie den Status einer ukrainischen Nationalkirche zu erlangen. Die unierte Kirche spielte eine wichtige Rolle in der ukrainischen Unabhängigkeitsbewegung. In der Sowjetunion wurde die unierte Kirche verboten - nicht zuletzt wegen des Vorwurfs der Zusammenarbeit mit den Deutschen im 2. Weltkrieg - und durch die orthodoxe Kirche ersetzt. Heute dagegen gibt es eine umgekehrte Tendenz: die orthodoxe Kirche wird verdrängt und durch die unierte Kirche ersetzt.
Die Lateinische Kathedrale (1360-1480) beeindruckt durch ihre strenge und majestätische Form. Sie ist ein harmonisches Geflecht aus Gotik und Barock, aber auch Elemente der Renaissance, des Rokoko, des Klassizismus und des Jugendstils lassen sich finden. Der Grundstein für den Dom wurde 1349 vom polnischen König Kasimir dem Großen gelegt. Die Lateinische Kathedrale ist der Hauptsitz der römisch-katholischen Kirche in Lemberg.
Die armenische Kathedrale (1360-1370) wurde von den im 13. Jahrhundert in Lemberg angesiedelten Armeniern gegründet. Sie vereint armenisch-nationale sowie örtliche Kulturtraditionen. Gegenüber der Kathedrale ragt die Säule mit der Figur des heiligen Christophorus hervor und daneben steht der Palast des armenischen Erzbischofs, welcher sich dem geistlichen Zentrum in Itschmeadsin (Armenien) unterordnet.
Die Maria Entschlafungs-Kathedrale (1581 -1629) bildet mit ihrem nach seinem Stifter Kornjakt benannten Glockenturm eines der schönsten Bauten Lembergs. Sie ist ein herausragendes Beispiel der Lemberger Renaissance-Architektur und heute Sitz der autokephalen (unabhängigen) orthodoxen Kirche, einer Glaubensrichtung der Orthodoxie, die sich nicht dem Patriarchat in Moskau unterordnet. In Lemberg gibt es zurzeit nur eine einzige Kirche, die sich dem Moskauer Patriarchat unterwirft.
Die Kathedralen Lembergs
(inkl.Führung)
Dauer: 3 St.
Teilnehmeranzahl z.B.  2 Pers.   4 Pers.   6 Pers.   15 Pers.   25 Pers. 
Preis pro Person in € 69,− 59,− 49,− 39,− 29,−
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